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Presse-Kritiken

Henryk Goldberg

Das ist ein ruhiger, ein schöner Film, der sich ganz zurücknimmt, kein Kommentar, der nur beobachtet, leise und sensibel. Sie nutzen die Chance dieses Projektes mit Respekt und Liebe. Und eröffnen so Perspektiven, die mitunter so erhellend wie überraschend sind. mehr

Michael Helbing

Dazu entstand ein hochgelobter Dokumentarfilm der Weimarer Firma "1meter60 Film", der die Spurensuche von 14 europäischen Musikern begleitete: "Der zerbrochene Klang" ist jetzt während des Festivals im Lichthaus-Kino zu sehen. mehr

The musicians in Klang, many of them lured in by Bern using the promise of EU-Fördergeld—in short, the opportunity to get paid while jamming—puzzle over what the last 100 years have done to the appreciation for and understanding of their Klezmer music; the songs that used to be played at weddings, holiday parties, and get-togethers among villagers are now performed in the same settings as Western classical music—on concert halls stages in front of seated audiences. more

Stefan Franzen: 

"Der zerbrochene Klang" mag "nur" eine Musikdokumentation sein, aber diese bleibt über zwei Stunden so spannend wie ein Abenteuerfilm. Immer wieder stellen sich den Musikern Hürden in den Weg: Zeitzeugen sind kaum aufzutreiben, Traditionen wurden durch die Lust am Modernisieren und an der Virtuosität verschüttet. Sogar die Verständigung der Roma und Juden, die in Bessarabien über dieselbe Sprache verfügten, "zerbricht" heute in sechs verschiedene Idiome. mehr

Yvonne und Wolfgang Andrä ist ein Roadmovie gelungen, der auf der Suche nach einem verlorenen Sound von Austin über Paris, Budapest und Jerusalem bis nach Krakau und Chisilãu führt. Dabei zeigt er sehr bewegend die Probleme jüdischer Identitätsfindung nach dem Zweiten Weltkrieg mittels Musik auf und lässt einen die feinen Unterschiede von Klezmer- und Roma-Vokabular über ein ganzes Jahrhundert hinweg erspüren. mehr

Gabrielle Zellmann

Es ist ein Sound voller Kraft, geballter Vitalität und musikalischer Spielfreude, der kein Publikum unberührt lässt, wenn die 14 Roma- und jüdischen Musiker auf der Bühne ihre zugleich wieder – und neu gefundene Melange aus Lautar- und Klezmer-Musik spielen. Selbst dann nicht, wenn ihn die Zuschauer nicht live, sondern von einer Kinoleinwand hören, mehr

Dokumentarfilme verirren sich nur selten in die Lichtspielhäuser. Ein besonders berührender kommt von der Weimarer Produktionsfirma "1meter60 Film", und er läuft dank des leidenschaftlichen Kinobetreibers Jörg Spannbauer seit einigen Tagen auch in der Schauburg von Zella-Mehlis: "The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang". mehr

Constanze Frowein:

Hoffentlich kann das Projekt die Rückbesinnung auf die gemeinsame musikalische Vergangenheit mit weiteren Tourdaten der Band fortführen. So könnten dann die Klänge der Klezmer- und Lautar-Musik im heutigen Europa noch weiter bekannt gemacht und neue Fans auf der ganzen Welt hinzugewonnen werden. mehr

Jens Haentzschel: 

Wenn Thüringer Filmemacher ihre Filme drehen, dann ist dies seit einigen Jahren keine große Besonderheit, schließlich hat sich das Filmland mit kleinen Schritten entwickelt. Doch wenn in vier Jahren aus einer Idee ein Projekt und dann sogar ein aufwendiger Film wird, der dann als Dokumentarfilm in die Kinos kommt, dann muss man diesem Mut Respekt zollen. mehr

Thüringer Allgemeine

24.4.

Eine schöne Kritik von Elena Rauch und 4 von 5 möglichen Sternen

Frankfurter Rundschau

Leider nicht online erhältlich, aber eine ganz ausführliche und wunderbare Kritik in der FR am 23.4., kurz vor dem Kinostart in Frankfurt a.M. 

Romana Reich: 

Eine vorgebliche Musikethnologie, die mitten ins Herz der gesellschaftlichen Gegenwart trifft. Und natürlich die Musik als völkerverbindende und männerverbindende Kraft zeigt. Außerdem hinreißende Klänge von Schmerz und Herz. [mehr]

Berliner Zeitung

Eine ganz wunderbare und sehr kluge Kritik von Anke Westphal erschien am 19.4. in der Berliner Zeitung. Da sie nicht online erhältlich ist, können wir hier leider nur darauf hinweisen. 

Sonja Vogel: 

Die Entwicklung der Musiker und der Musik, die sie spielen, zeichnet der Film minutiös nach. Mitsamt der Konflikte. Die Klezmer-Gruppe ist begeistert, spielt alte Aufnahmen nach. Doch schnell kippt die Stimmung: Alan Bern, der Leiter des Projekts, bleibt akademisch. Die Musiker sind frustriert, ihr Spiel wirkt hölzern. Tränen fließen. Anders die Lautari-Musiker. Zwar gibt es Sprachprobleme - Russisch spricht der eine, der andere Französisch, einer Rumänisch -, die musikalische Kommunikation jedoch funktioniert. [mehr]

Lea Henkel: 

Der Film begleitet vier der Musiker durch den Alltag und verbindet so auf sensible Weise die musikalische Reise mit den Lebenswelten. Kurzweilig. [mehr]

Joachim Kurz:

Stattdessen bestätigt sich eine Erkenntnis, die zwar keineswegs neu, dafür aber von zeitloser Gültigkeit ist: Musik verbindet – über alle Grenzen und Barrieren hinweg. Vor allem aber macht sie unglaublich viel Spaß, wenn sie mit so viel Herzblut und Können vorgetragen wird wie von Alan Bern und seinen Mitstreitern. mehr

Ulrike Rechel:

Eine Proben- und Konzertreise führt unter anderem ins heutige Moldawien, wo Roma und Juden vor dem Holocaust gemeinsam musizierten. Besonders durch die Wortbeiträge von Bandleader und Musikforscher Alan Bern erhält der Film einen akademischen Ton. Gleichzeitig dringt er in spannende gesellschafts- politische Dimensionen vor, die ein reiner Konzertfilm kaum erreichen könnte. [mehr]

Michael Domke:

Während Bern teilweise unter der Last des Durcheinanders zusammenzubrechen droht, gelingt den Regisseuren die Strukturierung ihrer Dokumentation hervorragend. In dem teils chaotischen Ringen der Musiker um Gemeinsamkeiten entdecken sie einen Roten Faden, der den Film zusammenhält. Der Verzicht auf einen Off-Kommentar sorgt für nahtlose Übergänge. Von der Musik untermalte Texteinblendungen gehen flüssig in Proben- und Konzertszenen über. Das Interviewmaterial mit den Protagonisten ist gut ausgewählt, die Ansichten der Projektteilnehmer sind durchweg interessant und spannend. [mehr]

Jens Hantzschel:

Etwas über zwei Stunden kamen am Ende zusammen, doch das Ergebnis wirkt nie lang. Der Zuschauer ist nah dran, hört Musik, ein buntes Sprachgemisch mitsamt aller Unterschiede. Und auch für Kinogänger, denen jüdische und Roma-Musik bisher unbekannt war, werden dem Film etwas abgewinnen können. [mehr]

Franziska Nössig: 

Ihr 120-minütiges, kurzweiliges Roadmovie nimmt den Zuschauer quasi als zusätzliches Orchestermitglied im Tourbus mit und verdichtet sich durch Zwischentitel und Interviews zu einer Erzählung über Musikgeschichte, Europa und immer wieder auch die (musikalische) Selbstfindung. Das Regisseur-Paar konzentriert sich zudem neben Bern auf drei weitere Protagonisten und setzt durch lediglich angedeutete Porträts Akzente inmitten des Filmflusses. Erzählerische Tiefe erlangt der Dokumentarfilm auch dadurch, dass stets neue Facetten des Projektes aufscheinen, Szenen von den bejubelten Konzerten also beispielsweise mit Momenten der Anspannung und des Zweifels wechseln. [mehr]

Kulturjournal Mittelthüringen

Jens Haenzschel:

1meter60 Film heißt eine junge Film-Produktionsfirma mit Sitz in Weimar, die gerade etwas sehr Eindrucksvolles geleistet hat. Zwei Jahre begleiteten die Filmemacher Yvonne und Wolfgang Andrä einige Musiker durch die halbe Welt. Das Ergebnis ist ein sehenswerter Dokumentarfilm.

Jens Geiger: 

Schon alleine für die Konzertszenen lohnt es sich deshalb, diesen Film im Kino zu sehen. Denn in ihnen wird deutlich, worum es eigentlich geht: In der Musik finden die unterschiedlichen Kulturen zusammen, die Unterschiede wirken in ihr nicht als Hindernis, sondern als wichtiges und befruchtendes Element im gemeinsamen Ganzen. [mehr]

Marcel Ahrenholz: 

Das ermöglicht dem Zuschauer, die verschiedenen Temperamente der Musik zu erfahren – und zu genießen. Gemeinsam mit den Bildern aus Moldawien, Ungarn oder Israel, wo die Gruppe in entlegenen Dörfern mit alten Musikern spricht, erzeugt der Film den Wunsch, sich selbst sofort auf den Weg dorthin zu machen. [mehr]

Wer auf Dokumentarfilm steht, wird diesen 129-minütigen Film lieben. Jetzt wünschen wir in "The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang" gute Unterhaltung! mehr

Julia Teichmann: 

Es ist spannend zu verfolgen, welche Fragen die vier Musiker beschäftigen, was sie mit ihrer Musik und mit derjenigen der anderen verbinden, welche Rolle die Emotionen spielen, welche Virtuosität und welche das Geld, das Leben von der Leidenschaft. Auf ihrer gemeinsamen Reise in die Erinnerung ist deutlich zu sehen und zu hören: Der Weg ist nicht einfach, aber zugleich das Ziel. [mehr]

Günter H. Jekubzik: 

Den Praktikern Osteuropas, die immer noch spielen, um Geld zu verdienen, steht die Fraktion der Amerikaner gegenüber, die sich den Luxus einer Identitätssuche erlauben können. Das wird in intensiveren Porträts von vier beteiligten Musikern deutlich. Alan Bern begibt sich gleichzeitig auf die Suche nach den Wurzeln seiner jüdischen Familie in Edinet, im Norden Moldawiens. Dort, wo an den ersten zwei Tagen der deutschen Besatzung 1030 Juden erschossen wurden und nur noch 37 von ursprünglich 5000 Juden leben. [mehr]